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Wild und schön!

„Nenn nicht unmöglich, was dir nur wild erscheint“, sagte William Shakespeare. Bei uns zählt das Wilde zum Besten von dem, was wir zu bieten haben!

Langfoss, Åkrafjorden
Langfoss, Åkrafjorden
Foto: Espen Mills
Wasserfall
Wasserfall
Foto: Terje Rakke

Wir möchten behaupten, dass die Wikinger zu Unrecht einen schlechten Ruf hatten, auch wenn wir nicht verschweigen wollen, dass sie Kriege führten, raubten, plünderten und als ungehobelte Raubeine angesehen wurden. Zum Glück können wir Ihnen versprechen, dass Sie dies in der Heimat der Wikingerkönige heute nicht erleben werden. Stattdessen stehen Gastfreiheit und Freundlichkeit im Vordergrund. Wir versprechen Ihnen, dass das einzig Wilde bei uns die Natur ist – und die ist nicht nur wild, sondern auch unwahrscheinlich schön.

Wenn Sie von Ostnorwegen kommen, sehen Sie auf der Fahrt Richtung Fjæra, am Ende des Åkrafjords, schroffe Felsformationen, die atemberaubend steil in den Fjord abfallen. Wahrscheinlich werden Sie einige Minuten später erneut den Atem anhalten, wenn Sie die Wassermassen des aufregenden Langfoss den Fels hinabstürzen sehen und Ihr Fahrzeug eine kalte Dusche abbekommt.

Dies ist nur der Anfang. Weiter im Westen ist der eine Fjordarm schöner als der andere. In Tysvær tauchen die „blonden Fjorde“ auf. Die helle Granitkante spiegelt sich hellblond im Fjord, und die offene Landschaft trägt dazu bei, dass die Farben von Wolken und Himmel im Wasser noch intensiver erscheinen. Hier befinden Sie sich im Reich von Lars Hertervik, einem der bekanntesten Landschaftsmaler Norwegens.

Am schönsten erleben Sie die Fjord- und Fjelllandschaft zweifellos vom Gipfel eines Berges. In allen Teilen der Region haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Gipfelwanderungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Bei manchen Strecken haben Sie schon nach einer halben Stunde einen phantastischen Rundumblick auf die Fjordlandschaft.

Und dann – wenn Sie noch weiter nach Westen kommen, tut sich das Meer auf. An stillen Tagen ist das Wasser spiegelblank und erscheint ungefährlich, und Sie können auf einem sonnigen, umplätscherten Felsen ihr eigenes Plätzchen finden. Wenn der Wind dagegen alles packt, was sich packen lässt, ist der Platz an der Sonne alles andere als dies. Die Wellen sind tückisch und lassen nicht mit sich spaßen. Wenn es darauf ankommt, ist der Unvorsichtige den Naturgewalten nicht gewachsen.

Und das Wetter? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Vom Wetter kann man hier wirklich reden – jeden Tag! Denn es ist immer wieder anders. Mancher hat schon alle vier Jahreszeiten an einem Tag erlebt. Allen, die das ungestüme Wetter lieben, den Wind, der an Haar und Kleidung zaust und zerrt, den Regen, der nicht senkrecht, sondern waagerecht daherkommt und vielleicht unversehens in Hagel übergeht, all denen empfehlen wir gerade nicht die schönen Sommertage im Juli und August. Haben Sie sich schon einmal am weiten Ozean gegen den Sturm angestemmt, breitbeinig und mit der Hand sicheren Halt suchend? Herbst- und Winterstürme sollten als kostenfreie Medizin zugelassen sein, denn etwas Erfrischenderes und Belebenderes muss man lange suchen.

„Nenn nicht unmöglich, was dir nur wild erscheint“, sagte William Shakespeare. Bei uns zählt das Wilde zum Besten von dem, was wir zu bieten haben.

Letzte aktualisierung   02.03.2010   Von   Tove V. Bråthen
 


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